EAST  TURKISTAN  INFORMATION CENTER

Unabhängigkeit, Freiheit und Demokratie für Osttürkistan !

  

INDEX:

 

OSTTÜRKISTAN

 

MENSCHENRECHTE

 

WUNN NEWSLETTER

 

ECONOMY

 

REPORTS

 

FOTO ARCHIV

 

MEDIEN

 

UIGURISCHE ORGANISATION

 

WETTER

 

KONTAKT

 

GUESTBOOK

 

 

 

E-mail: etic@uygur.org

 

...

Uiguren unterstützen!

21.10.2007 Menschenrechtlerin Rebiya Kadeer bittet um Unterstützung einer brutal verfolgten Minderheit

(dpa) Die uigurische Menschenrechtlerin Rebiya Kadeer hat die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung für ihr Volk aufgerufen. «Wir brauchen die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft. Dann bin ich überzeugt, dass die Gerechtigkeit siegen wird», sagte Kadeer, die sich seit Jahren für die Rechte der Uiguren in Nordwestchina einsetzt, am Sonntag in Hamburg. Die Chinesen hätten keine ihrer Versprechungen in Bezug auf Autonomie für ihr Volk eingehalten. «Wir sind in unserer Heimat zur Minderheit geworden; unsere Schrift und unsere Sprache wird zerstört», sagte die 60-Jährige, die fast sechs Jahre lang in chinesischen Gefängnissen saß und jetzt im amerikanischen Exil lebt.

Kadeer las aus ihrer Biografie «Die Himmelsstürmerin. Chinas Staatsfeindin Nr. 1 erzählt aus ihrem Leben» (Heyne Verlag, München). Darin schildert die erfolgreiche Geschäftsfrau und Mutter von elf Kindern ihre Kindheit in der früheren Republik Ostturkestan, die nach der Machtübernahme 1949 von Chinas Kommunisten einverleibt wurde. 1997 hielt Kadeer eine Rede vor dem chinesischen Volkskongress, in der sie die Politik der chinesischen Regierung in der Provinz Xinjiang scharf verurteilte. Darauf wurde sie wegen Weiterverbreitung von Staatsgeheimnissen zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. «Der schönste Tag war der, an dem ich Hofgang hatte», beschreibt sie die Zeit im Gefängnis.

«Ich besaß alles, Ruhm und Geld. Aber ich lernte auch, dass es noch wichtigere Sachen gibt wie Demokratie, innere Ruhe und Frieden - und das braucht mein Volk», sagte die Menschenrechtlerin, die Anfang Juni trotz chinesischer Proteste von US-Präsident George W. Bush empfangen wurde. Kadeer wurde in diesem Jahr zum dritten Mal für den Friedensnobelpreis nominiert und kennt den Dalai Lama gut. «Seit die Chinesen wirtschaftlich Fortschritte machen, werden das uigurische und das tibetische Volk noch stärker unterdrückt», sagte Kadeer. Sie habe Angst, wie der Dalai Lama das Wort Autonomie zu verwenden. «Weil die Autonomie nie realisiert wurde. Wir kämpfen für Demokratie, für freie Meinungsäußerung. Wenn das so weit ist, dann soll das Volk selbst entscheiden.»

Das muslimische Turkvolk der Uiguren (knapp 20 Millionen Menschen) lebt vor allem im Autonomen Gebiet Xinjiang im Nordwesten Chinas. Das Gebiet ist ungefähr vier Mal so groß wie die Bundesrepublik und besitzt zahlreiche Rohstoffe wie Erdöl und Gas. .
 


© ETIC © Uygur.Org  23.10.2007 11:31   Published By Mihriban